Wenn erklären, dass die an metastasierendem Brustkrebs

Wenn man die Ergebnisse nach dem jeweiligen Krebstypendieses Reviews betrachtet, zeigt sich ein uneinheitliches Bild: BeiPatientinnen mit metastasierendem Brustkrebs (Ligibel, et al. (2016)) lag beiallen Outcomes keine Signifikanz vor. Im Vergleich dazu konnten jedoch bei ProstatakrebsPatienten (Cormie, et al. (2013)), Lungen und Kolorektale Krebspatienten(Cheville et al. (2013)) und Lungenkrebspatienten (Hwang et al.

(2012))mindestens bei zwei Outcomes signifikante Veränderungen beobachten werden.Ebenso schlossen die Studien von Rief et al. (2014a, b) Patienten mitunterschiedlichen fortgeschrittenen Krebserkrankungen ein. Auch hier undzeigten sich signifikante Verbesserungen – sowohl von der physischen Fatigueund der Selbständigkeit als auch von der Lebensqualität (psychosoziale Aspekte).Die Ergebnisse von Ligibel, et al. (2016) lassen damit erklären, dass die anmetastasierendem Brustkrebs erkrankten 101 Studienteilnehmerinnen Krebsformenhatten, die so massiv fortgeschritten waren und sie daher – im Vergleich zu denanderen Studien – sich keine Signifikanz zeigte.Bemerkenswert ist, dass insgesamt 73,43% der Teilnehmer den Interventionentreue blieben. Die Compliance ist damit hoch, und das bei einerPatientengruppe, die aufgrund der progredienten Erkrankungssymptomatik erschwertenBedingungen ausgesetzt ist.

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Diese Therapietreue kann zum einen damitzusammenhängen, dass die Patienten gespürt haben, dass ihnen die Trainings undBewegungseinheiten physisch und psychisch gut taten. Zum anderen kann es aberauch mit der Art der Durchführung zusammenhängen: 40% der Patienten in diesemReview hatten ein Heimtrainingsprogramm, 40 % ein überwachtes Trainingsprogrammin einer Rehaklinik oder Krankenhaus und 20 % der Krebspatienten hatten eingemischtes Programm, das heißt 2 Wochen im Krankenhaus und 22 – 28 WochenTraining zu Hause. 1.1    Stärken und Grenzen dieser ÜbersichtsarbeitDiese vorliegende Übersichtsarbeit wurde von einer einzigenAutorin verfasst.

Die Auswahl, Bewertung, Datenerhebung erfolgte zwar, wie esempfohlen wird, durch die unabhängige Begutachtung von mindestens zwei Personen,aber die Analyse wurde nur von einer einzigen Autorin durchgeführt. Eineweitere Herausforderung war in der Tatsache begründet, dass die Hälfte (4 RCTs)der eingeschlossenen Studien in diesen Review auf den Ergebnissen von Dittus,et al. (2017) aufbaute, und die von ihm gescreenten Datenbanken bis zu demangegebenen Zeitpunkt nicht erneut detailreich untersucht worden sind. Zu diesenvier RCTs wurden mithilfe anderer Datenbanken fünf andere einbezogene Studien gefunden.Andererseits kann diese Vorgehensweise aber als Stärke dieses Reviewsbetrachtet werden, da dadurch Dopplungen mit dem aktuellen Forschungsstandvermieden werden könnten. Des Weiteren wurde eine gewisse Anzahl anPublikationen nicht mit in diese Arbeit eingeschlossen, da sie nicht denfestgelegten Ein- und Ausschlusskriterien entsprachen.Alle verwendeten Fragebögen für die Bewertung von derFatigue und Lebensqualität wurden als Messinstrumente validiert und akzeptiert.Sie enthalten jedoch jeweils einzigartige Fragen und stellen verschiedeneAspekte der Fatigue oder der Lebensqualität in den Mittelpunkt, so dass direkteVergleiche schwierig sind.

Selbstberichtdaten haben häufig eine große Varianzund erfordern daher eine größere Anzahl von Teilnehmern, um Signifikanz zuidentifizieren, insbesondere in RCTs. Die Lebensqualität wurde jedoch häufigmit SF 36 und EORTC QLQC30 gemessen und beides sind gut validierte Instrumentemit normativen Vergleichswerten, die häufig bei Studien mit Krebspatienten Einsatzfinden. Je nach Messinstrument und Patientengruppe kann ein Boden- oderDeckeneffekt für die Messung von Fatigue und Lebensqualität auftreten. „MitBodeneffekt bezeichnet man in empirischen Wissenschaften, zum Beispiel denempirischen Sozialwissenschaften oder in der Psychologie, das Phänomen, dassein Messverfahren unterschiedlichen Messgrößen denselben Messwert zuordnet,weil die Messgröße den Empfindlichkeitsbereich des Verfahrens unterschreitet” (Bortz & Döring, 2002).Das ist beispielsweise der Fall in der Studie von Ligibel, et al. (2016), da indieser einer höherer Baseline-Werte der Lebensqualität als erwartet auftrat,was die Messung der Wirksamkeit des Trainings erschwerte.Die hier vorgestellten Studien stammen aus fünf Datenbanken(PubMed, Cochrane Library, PEDro, EMBASE und CINAHL) und stellen möglicherweisekeine erschöpfende Charakterisierung der Literatur dar. Die Heterogenität vonPatientencharakteristika, Interventionsdauer und Komponenten der Interventionenerschweren endgültige Schlussfolgerungen.

Ebenso war ein Vergleich der Auswirkungendes körperlichen Trainings zwischen denKrebstypen nicht möglich, da es nicht ausreichend Studien gab, um signifikanteErgebnisse zu ermitteln.1.2    SchlussfolgerungEs ist deutlich geworden, dass Bewegung oder körperlicheAktivitäten vorteilhaft sind für fortgeschrittene Krebspatienten zur Erhaltungder aeroben Fitness, der Kraft und der körperlichen Funktionen ist. Die aerobeKapazität und Muskelkraft von Krebspatienten im fortgeschrittenemKrankheitsstadium stieg anhand der Messungen von VO2 Peak und 6MWT.Alle Studien mit den primären Outcomes körperlicherLeistungsfähigkeit und Funktion zeigten bei den Interventionsgruppen einepositive Entwicklung durch das Training in dieser Hinsicht. Dagegen waren dieErgebnisse in Bezug auf die Lebensqualität und der Einfluss der Bewegung daraufnicht so eindeutig. Eine Verringerung der Fatigue wurde dagegen beobachtet. DieRCTs deuten darauf hin, dass die Lebensqualität sich bei weniger als der Hälfteder Teilnehmer verbessert hat, aber die Fatigue verbesserte sich bei mehr alsder Hälfte der Probanden.

Angesichts der Variabilität in den Studiengruppen undder Messungshäufigkeiten wird eine größere Teilnehmeranzahl in zukünftigenStudien notwendig sein, um die Auswirkungen von physischenAktivitäten auf die Fatigue und insbesondere auf die Lebensqualität zuidentifizieren. Linderung der Schmerzen und Erhöhung der Knochendichte konntenauch beobachten werden.Körperliche Aktivitäten können die Selbstständigkeitunterstützen, weitere gesundheitliche Komplikationen verhindern oder verzögernund Menschen mit fortgeschrittenem Krebs helfen, so lange wie möglich “gutzu leben”. Interventionen, die von onkologisch ausgebildetenPhysiotherapeuten oder Sportphysiologen angeboten werden, und Möglichkeiten zurAusübung onkologischer Rehabilitationsprogramme können die Compliance amTraining fördern. Weitere Studien sind erforderlich, um zu bestimmen, welcheInterventionen eine positive und anhaltende Wirkung auf Patienten mitfortgeschrittenem Krebs haben. Weitere Studien für jeden Krebsformen sinderforderlich, um einen besseren und klaren Überblick auf die Wirksamkeit derBewegungstherapie bei bestimmten Krebsarten festzulegen

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